Mercedes-Benz 320 Cabriolet B

Die Geschichte meines Mercedes

Ich bin mir sicher, dass mein Mercedes mit der Fahrgestellnummer 434 801 Reinhard Heydrich gehört hat. Ich kann nicht beweisen, dass er nicht Reinhard Heydrich gehört hat. Unten sind einige Punkte aufgeführt, auf die man bei Reinhard Heydrichs Auto achten sollte. Diese Punkte sind/waren meinem Mercedes übereinstimmend.



  1. Kennzeichen im Rahmen hinter Glas
  2. Stabile Stoßstangenversteifung
  3. Ungeteilte Stoßstange
  4. Felgenprofil
  5. Trittbrett
  6. Kein Metallrahmen
  7. Sonnenblenden
  8. Schwarzes Lenkrad, weiße Instrumente
  9. Antenne
  10. Wulst im vorderen Kotflügel am Schweller
  11. Halter für Flaggen/Stander
  12. Form des Handgriffs
  13. Halter für den Rückspiegel
  14. Verdeckverriegelung
  15. Halteriemen
  16. Handgriffstange
  17. Sitzbezug
  18. Luftrillen für den Defroster
  19. Sitznähte und Seitenverkleidung
  20. Aschenbecher
  21. Geteilte vordere Stoßstange
  22. Mittelteil vordere Stoßstange
  23. Löcher für Suchscheinwerfer/Rückspiegel
  24. Türverkleidung mit Feder
  25. Abdeckung

Garagenfund

Das Auto ist 21 Jahre lang auf einem Grundstück bei Skælskør in West-Seeland in einem Holzschuppen aufbewahrt worden. Alles war stark heruntergekommen. Der Schuppen war über dem Auto beziehungsweise dessen Resten eingestürzt. Das Auto wurde mit einem Traktor ins Freie gezogen und zum Verkauf angeboten.


Bilen i garage fra 1959 til 1980

Zustand des Autos

Ich habe das Auto am 25. Januar 1980 gekauft. Nach der Ankunft in Klejtrup fing die große Detektivarbeit an. Das Auto war mit allem möglichen Gerümpel und Hinterlassenschaften aus der Kriegszeit gefüllt. Alles wurde sortiert und untersucht, einiges von etwas historischem Wert wurde dem Museum in Viborg geschenkt. Als ich das Auto kaufte, waren die Trittbretter ausgetauscht. Die Beule/der Schaden hinten rechts war notdürftig repariert. Die Vertiefung am hinteren Blech für das Kennzeichen war verfüllt und verzinnt.


Kontakt mit Mercedes in Deutschland

Ich habe Mercedes in Deutschland kontaktiert, um Ersatzteile zu bestellen und Daten zur Geschichte dieses Modells zu bekommen. Mercedes hat mir geantwortet: Dieses Auto ist nie an Privatpersonen verkauft worden, und man war nicht im Stande, mir zu helfen. Wir haben kurz danach leihweise eine Filmrolle mit Fotos der Betriebsanleitung im Format 30 x 30 mm und einen Ersatzteilkatalog sowie eine Liste der Zulieferer - sowohl von heute (1980) als auch aus der Zeit vor dem Krieg - als Fotokopie erhalten.

Es wurde außerdem festgestellt, dass das Auto über das volle Ausstattungspaket verfügte, da es sich um ein Mannheim-Auto handelte. Als wir anfingen, mit ihm zu fahren, stellten wir sehr schnell fest, dass die rechte Hälfte der Hinterachse sehr schief stand.


Schlussfolgerung

Mehrere Fernsehreporter, Journalisten und Historiker haben die Geschichte meines Autos untersucht, weil es so viele Übereinstimmungen zwischen ihm und Reinhard Heydrichs Auto gibt. Alle sind zu demselben Ergebnis gekommen: Die Autos sind identisch. Das einzige, was uns fehlt, ist die Fahrgestellnummer von Heydrichs Auto. Ausgehend von der Produktionsliste für den Mercedes 320 sind 1938 nur 34 Fahrgestelle mit 10 verschiedenen Karosserietypen produziert worden, und nur eines ist nach Mannheim geschickt worden, um das volle Ausstattungspaket zu bekommen. Falls das Auto als Vorführwagen oder zum Verkauf an Mercedes zurückgegangen wäre, wäre es korrekt von Mercedes Deutschland angemeldet worden. Das Auto wurde aber in Mannheim vom Militär eingezogen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei meinem Auto um genau dieses Auto handelt, ist sehr hoch. Die Beschädigung, das Modelljahr, die Zusatzausstattung, das Modell und der Einsatz, alles spricht dafür. Uns fehlt nur die Fahrgestellnummer des Autos, in dem Reinhard Heydrich bei dem Attentat gesessen hat.
Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben, können Sie mich gerne kontaktieren.